Bildungsveranstaltung am 22. Oktober 2025 in Essen:  

Villa Hügel und Margarethenhöhe 

Die zweite Bildungsveranstaltung des Jahres hatte mit 50 Mitgliedern zusammen mit ihren Partnerinnen und Partnern viel Anklang gefunden. Bevor es zur Villa Hügel ging, hatten wir einen Abstecher an der Hauptverwaltung von ThyssenKrupp gemacht und uns das imposante Gebäude angeschaut. Auch kamen wir an dem ersten Hauptsitz der Familie Krupp, gegründet von Friedrich Krupp, vorbei. 
Die Gruppenführungen in der Villa Hügel und über die Margarethenhöhe wurden von jeweils drei sachkundigen Personen durchgeführt. So bekamen wir zum Teil ergänzende Informationen, was den Austausch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anregte. 

Information für Mitglieder, die an der Bildungsveranstaltung nicht teilnehmen konnten: Für einen ersten Einblick kann man zu Hause auf dem Smartphone die Hügel-App (Android und iPhone) nutzen. Falls weitergehendes Interesse für einen Besuch der Villa Hügel und das gesamte Parkgelände besteht, sind 5 € Eintritt pro Person günstig. 

Weitergehende interessante Informationen finden sich unter den jeweiligen Internetseiten. 

 

Das Foto zeigt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem Torhaus der Siedlung Margarethenhöhe, dem zentralen Eingang zur ehemals ersten deutschen Gartenstadt. 

Foto: Ulrich Peter 

Hauptsitz Thyssen Krupp

Hauptsitz ThyssenKrupp

Erster Firmensitz der Familie Krupp

Schachtanlage Krupp

Sicht auf Hauptgebäude mit Nebengebäude der Villa Krupp

Hinteransicht der Villa Krupp

Häuserreihe auf der Margarethenhöhe

Musterhaus auf der Margarethenhöhe

Spülküche und Bad zugleich

Wohnraum

Tor zur Margarethenhöhe

Bildungsfahrt 
Kläranlage Bottrop
am 30.07.2025

Nach langer Zeit konnte der OG-Vorstand wieder eine Bildungsveranstaltung anbieten: 
die Besichtigung der Kläranlage Bottrop.

Wir (18 Mitglieder) wurden von Herrn Gernot Piayada am Parkplatz empfangen und zum Sitzungs-zimmer geführt. Dort gab er uns - vor der Begehung des Betriebsgeländes - mit einer Folienpräsen-tation einen Überblick über die Aktivitäten der Emschergenossenschaft.

Die Aufgabengebiete der Emschergenossenschaft sind aufgeteilt in Abfallwirtschaft und Eigenver-sorgung mit Energie: 

  1. Die Emschergenossenschaft wurde 1899 gegründet und deren Wachstum begründet sich durch die wachsende Bevölkerung und auch die Kohleförderung. Der Einfluss der Emscher auf die Gesundheit durch die Verschmutzung war schon im 19. Jhd. ein Thema. Es gab steigende Fallzahlen von Malaria, Typhus, Diphterie, Cholera und Pneumonie. Es bestand u. a. die höchste Erkrankungsrate an Malaria in ganz Europa. 

  2. Die Bauzeit der heutigen Kläranlage Bottrop erfolgte von 1991 – 1996 mit einer Ausbaugröße von 1,34 Mio. EW. Kostenpunkt: ca. 230 Mio. €. 

  3. Das Einzugsgebiet umfasst AKE Dortmund – Bottrop (ca. 240 km²). 

  4. Der maximale Zufluss des Abwassers beträgt ca. 8,5 m³/s, d.h. eine Tagesmenge von
    ca. 370.000 m³. 

  5. Die Poldergebiete, die unter der Aufsicht der Leitwarte der RAG für die Grubenwasser stehen, sind nicht mit inbegriffen und werden auch nur zum Teil von der Emschergenossenschaft gegen ein Entgelt, beaufsichtigt.


 

Die Kläranlage Bottrop ist eine der größten Kläranlagen Deutschlands mit dem Stromverbrauch einer 30.000 Einwohner-Stadt und ist eine Null-Energie-Kläranlage mit deutlichem Überschuss und läuft somit autark.

Zukünftige Aufgabenbereiche des Standortes sind:

  • Modernisierung der Klärschlammverbrennungsanlage und Errichtung einer neuen Rauchgas-Reinigungsanlage

  • Errichtung einer neuen Klärschlammfördertechnik

  • Neubau einer Erdgas-BHKW-Anlage und eines zusätzlichen Wärmeverbundsystems

  • Etc.

Der jetzige und zukünftige Handlungsauftrag ist, die Klimaresilienz von Städten mit folgenden Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung zu verbessern:

  • Flächenentsiegelung
  • Versicherung (Mulden-, Flächen-, Rigolenversickerung, d.h. Zwischenspeicherung von Regenwasser)
  • Baumrigolen
  • Niederschlagswasserzuführung zum Gewässer
  • Intensivierte Flächenbegrünung
  • Extensive Dachbegrünung
  • Fassadenbegrünung
  • Regenwassernutzung 


 

Zum Schluss noch ein paar Zahlen, die zum Nachdenken anregen sollen, wie wir mit unserer Umwelt umgehen und dabei stets auf die Folgen des Klimawandels achten sollen:

  • seit 1981 hat sich das Klima bereits um 1,7° C erhöht 
  • im Jahr 2019 betrug der Hitzerekord 41,2° C
  • die Blütezeit beginnt aktuell 17 Tage früher als 1955

 

Nachfolgend Fotos von der Kläranlage und dem Gelände der Emschergenossenschaft.

 

Nach der Veranstaltung waren wir vom Ortsgruppenvorstand in das Haus Wessels in Bottrop eingeladen. Beim Mittagessen konnten wir uns stärken und miteinander ins Gespräch kommen. Es war eine gemütliche Runde und jedes Mitglied kann sich schon auf die nächste Bildungsveranstaltung freuen. Eventuell noch in diesem Jahr - vielleicht ja auch warm eingepackt in Winterjacken. 

Am 26.09.2024 haben insgesamt 40 Mitglieder unserer Ortsgruppe zusammen mit ihren Partnern an der Rundfahrt durch den größten Binnenhafen Europas teilgenommen. 

Nach der zweistündigen Fahrt mit der „Rheinfels“ durch das Hafengebiet konnten sich alle Teilnehmer im Walsumer Brauhaus bei einem gemeinsamen Mittagessen stärken. 

Dank der Organisation durch unseren Bildungsobmann Herbert Jänecke war die Bildungsveranstaltung ein voller Erfolg.


Am 26.09.2024 haben insgesamt 40 Mitglieder unserer Ortsgruppe zusammen mit ihren Partnern an der Rundfahrt durch den größten

Bildungsfahrt nach Bonn zum Museum Haus der Geschichte am 27.03.2023


Unsere Bildungsfahrt führte uns in diesem Jahr nach Bonn ins „Haus der Deutschen Geschichte“ mit einem anschließenden Spaziergang durch das Museums- und Regierungsviertel zum ehemaligen Bundestagsgebäude, wo sich der Dienstsitz des Bundesrates befindet. Dort erinnert eine Ausstellung an die Entstehung unseres Grundgesetztes.
 
 Das Museum hat seit dem Bestehen 1 Million Exponate zusammengetragen und davon zurzeit 7.000 Stücke ausgestellt. Die Ausstellung über die Deutsche Geschichte beginnt 1945 und endet in der Aktualität: wie kam es zur Trennung von West- und Ostdeutschland, wie entwickelten sich die beiden deutschen Staaten BRD und DDR, wie kam es zum „Mauerfall“.
 
 Es wurde über das Nähen eines Kleides aus alter Fallschirmseide berichtet wie auch über das Nähen der Fahnen der Alliierten. Wobei die britische Fahne keinen blauen Hintergrund bekommen hatte, weil nur Stoff aus braunen Kartoffelsäcken zur Verfügung war. Wir sahen ein Stück der Berliner Mauer, die alte Bestuhlung der Regierung nach der Teilung. Und natürlich auch wie Konrad Adenauer seine Unterschrift unter das Grundgesetz setzte. Hier die kleine Anekdote, dass das imposante Tintenfass, was zu sehen ist, nur „Schau“ war. Konrad Adenauer hatte einen Füllfederhalter, wie auch alle anderen.
 Aufgebaut wurde ein Eiscafé der italienischen Einwanderer wie auch ein Lichtspielhaus.

Ein VW Käfer gehört natürlich auch zur Ausstellung. Der Bergbau mit den ersten Gastarbeitern aus Italien erhielt einen Platz. Eine Sparte der Tarifautonomie mit der ersten „Stechuhr“.
 
Im Museum wurde auch an 9/11 erinnert. Ein Stahlträger der Twin Towers aus New York wurde aufgebaut, als Erinnerung, dass sich unter den Verunglückten auch Deutsche befanden. Ein Stück eines Personalausweises wurde dort ausgestellt.
 
Auf dem Weg zum Übergang Richtung Bundestagsgebäude kamen wir an dem „Adenauer Mercedes“ vorbei, welcher selbstverständlich auch vor dem eigenen Zug mit Abteilen wie Besprechungs-, Schlaf- und Büroabteil parkt. Es wurde die Frage gestellt, wie denn der Zug ins Haus der Geschichte kam. Ganz einfach, das Museum wurde über den Zug gebaut. Will heißen, „Deckel“ drauf.
Im Bundestagsgebäude erhielten wir Informationen über die Beschaffenheit, Aufstellung und örtlichen Organisationen der Bundesländer und deren Bestuhlung.
 
Der Bundesrat tagte bis zu seinem Umzug nach Berlin im Jahr 2000 in diesem Gebäude in Bonn.
Natürlich wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die Mittagspause fand im Museumsrestaurant statt.
 
Die Rückfahrt ging quer durch Bonn, in der Hoffnung einen Blick auf die Kirschblüte zu erhaschen. Doch leider war diese nicht zu sehen. Dafür gab es Einblicke über einen Teil der Universitäten, die in Bonn verteilt sind wie auch über alte Gebäude. Nebenbei bemerkt, Bonn war die Geburtsstadt von Beethoven.
 
Einen Eindruck hierüber vermitteln Bilder in der Fotogalarie (Durch Klick auf die Fotos werden sie größer).